Handlung und Charaktere – Outcast

TotemsOutcast5 Kommentare

Handlung

„Die Prophezeiung wird sich erfüllen…
Der Ulukai ist vom Himmel herabgestiegen, um Faé Rhân zu vernichten und unser Volk zu befreien“
– Shamaz Zokrace

Im Jahr 2007 startet die amerikanische Regierung eine Raumsonde, um die Existenz eines Paralleluniversums zu beweisen. Diese Sonde, welche von den beiden Wissenschaftlern William Kauffmann und Anthony Xue entwickelt wurde, sendet für kurze Zeit Bilder von einem fremden Planeten. Die Sonde wird jedoch bereits kurz nach dem Start von einer intelligenten Lebensform beschädigt. Dadurch kommt es zu einer Kettenreaktion und einem gewaltigen Energierückstoß auf der Erde, durch den ein schwarzes Loch entsteht. Dieses schwarze Loch bedroht die gesamte Menschheit und beginnt die Erde langsam zu verschlingen.

Du bist Commander Cutter Slade, ehemaliger Commander der US-Navy und dein Auftrag lautet: Begleite drei Wissenschaftler in das unerforschte und gefährliche Universum Adelpha, um die Sonde zu reparieren und so das schwarze Loch wieder zu schließen. Alle Expeditionsteilnehmer werden einzeln im Abstand mehrerer Minuten in die neuentdeckte Parallelwelt Adelpha transferiert.

Nach Cutters Ankunft auf dem Planeten ist nicht nur die gesamte Ausrüstung verschwunden, sondern auch die drei Wissenschaftler William Kauffmann, Anthony Xue und Marion Wolfe sind nicht auffindbar. Nach dem Aufwachen in einem kleinen Camp der Einheimischen wird es zu Cutters zentralem Ziel, die drei vermissten Wissenschaftler der Erde und die Sonde, welche das schwarze Loch auf der Erde ausgelöst hat, zu lokalisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Cutter gleichzeitig den Bewohnern von Adelpha helfen, gegen den tyrannischen Herrscher Faé Rhân zu kämpfen, welcher gewaltsam über alle Talaner herrscht. Viele Talaner folgen hierbei den Lehren von Kazar, einem Propheten, der schon vor langer Zeit ermordet wurde und die Ankunft des Ulukai, des Retters von Adelpha, vorausgesagt hatte. Die Talaner glauben, dass Cutter Slade ihr Ulukai ist und wieder Friede nach Adelpha bringen wird.

Somit wird es zum primären Ziel des Spieles, fünf heilige Gegenstände (Mons) aus den Regionen Shamazaar, Talanzaar, Okasankaar, Motazaar und Okaar zu bergen. Im Gegenzug für die Beschaffung dieser Mons helfen die Talaner Cutter bei der Suche nach seiner Crew und der Sonde. Das Schicksal zweier Welten liegt in deinen Händen…

Hauptcharaktere

Cutter Slade

cutterDer Protagonist des Spieles ist Commander Cutter Slade. In der deutschen Version wird er von Manfred Lehmann (Synchronstimme von Bruce Willis) gesprochen. Cutter ist ein ehemaliger Navy Seal, der durch den unverschuldeten Tod eines Kameramannes aus der Spezialeinheit geflogen ist. Daraufhin versinkt er im Alkoholkonsum und entwickelt einen ausgeprägten Zynismus. Am Beginn des Spieles bittet Major Vernon, Admiral der Navy, Cutter die Adelpha-Mission zu begleiten. Die Talaner bezeichnen ihn auch als den Ulukai – den Retter von Adelpha.

Komplette Biographie:
Geboren in den liberalen 60er Jahren in San Francisco, erhält Cutter Slade eine alles andere als durchschnittliche Erziehung. Seine Eltern sind linke Demokraten mit intellektuellem Hintergrund: Sein Vater ist Englischprofessor an der University of California in Berkeley, seine aus Norwegen stammende Mutter Übersetzerin. Während des Sommers 1968 nehmen sie auf dem Campus von Berkeley aktiv an verschiedenen Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg teil. Mit solchen fortschrittlichen Eltern verbringt Cutter eine sehr entspannte Kindheit zu. SeineEltern üben kaum Druck auf ihn aus zu studieren, aber sie bringen ihm die hohe Bedeutung einer Reihe von Werten bei: Offenheit, Rücksicht Schwächeren gegenüber, Toleranz und Gerechtigkeit. Sie lehren ihn auch, sehr unabhängig zu sein und ein unkonventionelles Leben zu führen. Cutter erbt von seinen zweisprachigen Eltern die Liebe zu Fremdsprachen und das Talent, diese einfach erlernen zu können (tatsächlich ist das der einzige Bereich, in dem er sich jemals akademisch auszeichnen wird). Abgesehen von diesem Fremdsprachentalent (und der Liebe zur Geschichte) entdeckt Cutter während seiner Universitätszeit die Begabung für Sport. Er ist in allen Bereichen der Leichtathletik gut, zeichnet sich aber besonders im American Football aus. Als Quarterback wird er schnell für sein Football-Team unentbehrlich, sodass die Universitätsoberen seine schlechten akademischen Leistungen geflissentlich übersehen.

1987 tritt Cutter heimlich in die Navy ein. Obgleich er von der militärischen Disziplin nicht viel hält, bietet ihm nur die Navy die Chance, die Action und die Abenteuer zu erleben, die er sich ersehnt. Seine Familie, besonders sein Vater, findet dies absolut unbegreiflich. Cutter zeichnet sich beim Training aus und wird folgerichtig auserwählt, am Trainigscamp der Navy SEALs teilzunehmen. Er beweist auch dort außergewöhnliches Talent und weckt die Aufmerksamkeit von Major Doug Dawson. Während der nächsten Jahre unter den aufmerksamen, aber distanzierten Augen von Major Dawson wird Cutter zu einem der bekanntesten Mitglieder der SEALs. Seine Karriere spiegelt die dunkleren Kapitel der US-amerikanischen Außenpolitik wider; Panama, Südamerika und der Mittlere Osten sind oft Schauplatz seiner Aktivitäten. Cutter ist in der Lage, bei den Seals seiner Liebe nach Abenteuer und Action nachzugehen, aber seine verschiedenen Operationen führen ihn zu der Frage, ob die Gewalt bei den Missionen und die Art, wie sie begründet werden, gerechtfertigt sind. In den Monaten vor seiner letzten Mission distanziert sich Cutter zunehmend von der Navy und pflegt außerhalb der Missionen keinen Kontakt zu anderen Seals. In seiner Freizeit beginnt er stark zu trinken. Dies bleibt seinen Vorgesetzten nicht verborgen, auch nicht seinem Mentor, Doug Dawson. Dennoch schreitet niemand ein.

Cutter kehrt ins SEAL-Camp zurück, nachdem er während einer Mission verletzt wird. Während er wieder zu Kräften kommt, wird Cutter die Aufgabe zugewiesen, eine PR-Mission mit der Reporterin Marion Wolfe, der Tochter von Senatorin Clare Fitzgerald, und ihrem Kameramann, zu führen. Während dieser Mission kommt der Kameramann bei einem Unfall ums Leben. Sehr zu Cutters Überraschung beschuldigt Senatorin Fitzgerald Cutter, am Tod des Kameramanns schuld zu sein, und nennt ihn einen unverantwortlichen Abenteurer. Zwei Jahre lang führt sie eine Untersuchung über Cutters Aktivitäten. Das Bild, das sie zeichnet, ist das Bild eines grausamen Soldaten, der sich unerlaubt von der Truppe entfernt und schwer trinkt. Mit Hilfe ihrer Anwälte bewirkt sie, dass Cutter im September 2002 bei nur halbem Sold seinen Abschied nehmen muss. Cutters Fähigkeiten als „Kampfmaschine“ verringern sich nach und nach, als er die SEALs verlässt. Das einzige, was ihn daran hindert, hemmungslos seiner Liebe zu Wodka zu frönen, ist sein Freund Doug Dawson (der mittlerweile Admiral ist). Der Präsident der Vereinigten Staaten bittet Admiral Dawson, die PROWLERS zu bilden, ein inoffizielles Team fähiger, anonymer und trainierter Männer, die eine große Reihe geheimer und gefährlicher Missionen erfüllen sollen. Selbstverständlich rekrutiert der Admiral Cutter als verantwortlichen Kommandanten für die Operationen.

Marion Wolfe

marionDie Tochter der US-amerikanischen Senatorin Clare Fitzgerald gehört zu dem dreiköpfigen Wissenschaftlerteam, das die Parallelwelt Adelpha erkunden und die Sonde reparieren soll. Marion und Cutter haben eine schwierige Vergangenheit, da Cutter der Tod eines Kameramannes, den eigentlich Marion verschuldet hat, angehängt wird. Marion ist eine weltweit anerkannte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Bio-Ethnologie und Exobiologie. Zum Handlungszeitpunkt ist sie Leiterin des exobiologischen Labors der Universität von Chicago.

Komplette Biographie:
Marion Wolfe kommt 1974 in Philadelphia als Einzelkind zur Welt. Ihre Mutter, Clare Fitzgerald, ist die Erbin der Fitzgerald Bank. Ihr Vater, Sir Randolph Wolfe, ist Engländer, der ihre Mutter 1972 in Monaco kennenlernt und 1973 in London heiratet. Da er wesentlich mehr an der Großwildjagd interessiert ist als am Familienleben, erweist sich Marions Vater nicht als idealer Ehemann. Marions Eltern lassen sich 1975 scheiden. 1983 stirbt Marions Vater bei einem Flugzeugabsturz in Kenia. Clare Wolfe ist selbstsicher und verfügt über eine starke Persönlichkeit. Sie tritt in den Siebzigern in die Politik ein. Von Beruf Anwältin wird sie 1988 erst Staatsanwältin und dann Senatorin des Staates Pennsylvania (unter dem Namen Clare Fitzgerald). Vaterlos aufgewachsen ist Marion ihrer Mutter sehr ergeben. Sie ist (intellektuell ermutigt von ihrer Mutter) eine brillante Studentin und zeigt früh großes Interesse am Studium fremder Zivilisationen und eine große Begabung für Wissenschaften. Nach Abschluss der High-School studiert Marion in Yale Biologie und dann Ethnologie in Chicago, wo sie im Jahr 2000 ihren Doktor der Philosophie erhält. Obwohl Marion Interesse daran zeigt, in die Forschung zu gehen, schlägt sie gegen den Willen ihrer Mutter eine Medien-Laufbahn ein und wird Journalistin. Sie schreibt mehrere Reportagen über bedrohte Kulturen der Welt. Auf Empfehlung ihrer Mutter wird Marion vom National Geographic beauftragt, eine bedeutende Dokumentation über die letzten indianischen Kulturen Südamerikas zu schreiben. Clare Wolfe benutzt ihre Beziehungen, um ihrer Tochter während der gefährlichen Expedition militärischen Schutz zu verschaffen.

Marion und ihr Team nehmen an einem einmonatigen Training im SEAL-Camp teil. Eine Übung umfasst eine volle Woche Fallschirmtraining unter der Leitung von Cutter Slade. Ein Sprung, bei dem es darum geht, von einem Flugzeug auf eine Ölplattform zu springen, endet in einem völligen Desaster. Ein plötzlich aufkommender Sturm versetzt das Team in einen unerwarteten Stress. Ein Windstoß bringt den Kameramann vom richtigen Kurs ab. Sein Fallschirm verfängt sich in einem nahegelegenen Kran. Entgegen Cutters Anweisungen löst der in Panik geratene Anfänger die Gurte des Fallschirms und findet trügerischen Schutz in der Schaufel des Krans, 40 Meter über den tosenden Wellen. Cutter stabilisiert die Schaufeln, indem er zwei wild hin- und her schwingende Stahlketten festhält. Er schickt die Person, die ihm am nächsten ist Marion los. Sie soll einen Hebel am Kontrollpult umlegen, der die Schaufel des Krans zurück zur Plattform dreht, bevor er abgesenkt wird. Dieser Versuch endet in einem Desaster. In ihrer Panik erwischt Marion den falschen Hebel. Für den Bruchteil einer Sekunde sieht Cutter hoffnungslos auf die sich langsam öffnenden Schaufeln und den panischen Blick des Verunglückten, als dieser in die tosende See stürzt. Mark Tilforts lebloser Körper wird am nächsten Morgen gefunden und die ganze Operation auf der Stelle abgebrochen.

Als Marion in die Vereinigten Staaten zurückkehrt, klagt Clare das Pentagon an, das Leben der Trainingsteilnehmer leichtfertig aufs Spiel gesetzt zu haben. Sie erfährt von Cutters Vergangenheit, reagiert ihren Ärger an ihm ab und beginnt einen langen Rechtsstreit. Zum ersten Mal haben Marion und ihre Mutter eine ernste Meinungsverschiedenheit. Marion legt ihrer Mutter Cutters wahre Rolle dar und erklärt ihr, wie tief sie selbst in seiner Schuld steht, aber ihre Mutter weigert sich zuzuhören. Clare untersagt Marion, Cutter wiederzusehen, obwohl sie ihm nur erklären will, dass die Meinung ihrer Mutter nicht die ihre ist. Marion verlässt ihre Mutter und gibt den Journalismus auf. Sie wird eine Bio-Ethnologie-Forscherin. Sie beginnt, weit zu reisen und veröffentlicht 2003 eine Enzyklopädie über irdische Nahrung (Erdnahrung. Enzyklopädie der irdischen Nahrung. Cutler & Merchand. 2003). 2007 wird Marion zur Direktorin des exobiologischen Labors der Universität von Chicago und ist anerkanntermaßen eine der führenden Kapazitäten auf ihrem Gebiet.

William Kauffman

williamDer Wissenschaftler ist Quantenphysiker in Harvard und Nobelpreisträger. Kauffman ist Leiter des Projektes Sidestep, das mit Hilfe einer Sonde erstmals den Kontakt zu einer Parallelwelt herstellen konnte. Sein Leben widmet er vollständig der Wissenschaft. Er steht dabei für eine ethisch verantwortungsvolle Wissenschaft ein.

Komplette Biographie:
Kauffman stammt aus einer angesehenen Familie aus Neuengland. Seine Großmutter, eine geborene Van Den Straaten, behauptet, ihr eigener Großvater sei mit der Mayflower herübergekommen. Sein Vater ist ein Wissenschaftler in Harvard. Seine Mutter stirbt während Williams Geburt, der drei Monate zu früh zur Welt kommt. William wächst als kränkliches Kind auf. Noch während seiner Teenagerzeit dient Kauffman im Vietnamkrieg als Sanitäter. Dort wird er verwundet und nach Hause geschickt. Er erhält das Verwundetenabzeichen. Nach der Aufnahme in Harvard beginnt Kauffman mit der Forschung auf dem Gebiet der Quantenphysik, welche zu dieser Zeit noch nahezu unerforscht ist.

Kauffman war zweimal verheiratet und hat zwei Söhne, je einen aus seinen beiden Ehen. Er ist ein guter Vater, wenn er die Zeit findet, seine Söhne zu sehen, aber das Engagement für seine Arbeit drängt das Familienleben auf den zweiten Platz. Nach der Fertigstellung von Einsteins „Superstring“-Theorie erhält er den Nobelpreis für Physik. Er sitzt in vielen Komitees und im Vorstand einiger der mächtigsten amerikanischen Firmen (im Einzelnen bei einer Handelsbank und einer biowissenschaftlichen Gruppe). Nach der Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Arbeit über die Existenz einer unendlichen Anzahl von Parallelwelten wird er allerdings nicht mehr ernst genommen.

Das Militär tritt an Kauffman heran, stellt ihm in Aussicht, seine Ideen zu finanzieren, und macht ihn mit Anthony Xue bekannt. Xue und Kauffman kommen nicht miteinander aus, aber sie brauchen sich gegenseitig, um ihre Forschungen abschließen zu können. Der erste erfolgreiche Test des Projektes „Sidestep“ geht schief und erzeugt ein schwarzes Loch. Kauffman ist sich nicht sicher, welches Element genau die Fehlfunktion verursacht hat, und will nur den Fehler beheben, damit er seine Theorien weiter entwickeln kann.

Anthony Xue

anthonyDer brillante und ehrgeizige Wissenschaftler Xue ist ein schwieriger Charakter und vollkommen konträr zu seinem Kollegen Kauffman. Nachdem eines seiner Experimente zu Materie/Antimaterie-Reaktion in einer Katastrophe endet und dabei mehrere Forscher ums Leben kommen, wird er von der wissenschaftlichen Gemeinde ausgeschlossen. Erst beim amerikanischen Militär findet er einen neuen Auftraggeber und erforscht zusammen mit William Kauffman im Projekt Sidestep die Möglichkeiten zur Reise in Paralleluniversen. Trotz der engen wissenschaftlich Zusammenarbeit kommen die beiden auf persönlicher Ebene nicht gut miteinander zurecht.

Komplette Biographie:
Xue wird 1970 als Sohn einer armen Familie im Süden geboren. Seine Eltern betreiben eine Imbissstube für Trucker am Highway nach Tampa, Florida. Von jungen Jahren an zeigt Xue eine außergewöhnliche Begabung für alles Wissenschaftliche. Obwohl er begabt genug wäre, ein Stipendium zu erhalten, wollen ihn seine Eltern (für die er nichts anderes ist als eine billige Arbeitskraft, die die Trucks der Kunden wäscht und in Stoßzeiten in der Imbissstube bedient) nicht nach Tampa gehen lassen, um zu studieren. Er schließt die High- School mit 16 ab und wechselt auf das städtische College. Xue erwirbt einen B.A. in Physik (mit der bestmöglichen Note) an der nicht sehr angesehenen Universität seines Heimatstaats. Xue führt sein Studium nie weiter. Der einzige Weg, von den Eltern wegzukommen, ist, so schnell wie möglich einen Job zu finden.

1993 stößt Xue einer Forschungsgruppe, die vom Nachfolger von Professor Amato (Nobelpreis für Physik, 1969), Dr. Albert Ross, geleitet wird. Obwohl nur in einer sehr geringen Position als Forschungsassistent (eine Art Informationsbeamter), betritt Xue das erste Mal die renommierte Umgebung des MIT mit seinen zahlreichen wissenschaftlichen Möglichkeiten. Während der ersten paar Monate der Zusammenarbeit mit Ross stellt Xue trotz seiner Unerfahrenheit und dem Mangel an Qualifikation den Rest der Forscher klar in den Schatten. Er wird daher schnell ein Objekt des Neides. Weniger wohlgesinnte Kollegen sind gezwungen, seine überlegene Intelligenz anzuerkennen, und machen sich heimlich (oder offener, sollten gerade einflussreiche Mitglieder der Wissenschaftsgemeinde zugegen sein) über seine einfache Herkunft und seine Bemühungen lustig, diese zu verbergen.
Trotz allen Tratsches sind Xues Forschungsarbeiten weiterhin herausragend, und bald ist er für die Leitung des ganzen Labors verantwortlich. Er beginnt mit Experimenten über die Reaktionen zwischen Materie und Antimaterie. Die Ergebnisse dieser Forschung, die er 1999 erhält, sind extrem vielversprechend und für Xue scheint damit endlich die Aussicht auf Wahrnehmung durch die gesamte wissenschaftliche Gemeinde in Reichweite zu liegen.

Während des Jahres 1999 nötigte der Durst nach Anerkennung Xue, immer mehr Experimente durchzuführen und dabei die Vorsichtsmaßnahmen weitestgehend außer Acht zu lassen. Er ist besessen vom Verlangen nach immer weiteren Resultaten. Am 24. Oktober 1999 kommt es zur Katastrophe. Die Forscher verlieren die Kontrolle über die Materie/Antimaterie-Reaktion. In der daraus resultierenden Explosion kommen elf Menschen im Labor ums Leben. Obwohl Xue von der Verantwortung für die Tragödie freigesprochen wird, rächt sich die wissenschaftliche Gemeinde für den vorausgehenden Erfolg des Forschers, indem sie ihn anklagt, unverantwortlich gehandelt zu haben. Das Leben an der Universität wird für Xue bald unmöglich, und er verlässt im April 2000 das MIT, ausgestoßen von der wissenschaftlichen Gemeinde. Jedoch bleibt die Fortsetzung seiner Forschungsarbeiten Xue nicht lange vorenthalten. Die amerikanische Armee zeigt schon seit Jahren Interesse an seinen Arbeiten und bietet ihm bald ein neues Labor und ein Budget an als Gegenleistung für absolute Geheimhaltung. Obwohl Xue jetzt seine Arbeiten fortführen kann, ist er weiterhin dazu verurteilt, unbekannt zu bleiben. Nach drei Jahren der Arbeit und weiteren Experimenten bittet die Armee Xue im Jahr 2003, sich mit Professor Kauffman in Verbindung zu setzen, der versucht hat, die Existenz von Parallelwelten zu beweisen. Nach der Einschätzung des wissenschaftlichen Komitees der Armee, das dafür verantwortlich ist, Xues Arbeit (und auch Xue selbst) zu überwachen, könnte die Energie, die durch die Reaktion von Materie und Antimaterie entsteht, den Zugang zu den von Kauffman beschriebenen Parallelwelten ermöglichen.

Xue überwindet seine Zurückhaltung und das Misstrauen gegenüber Kauffman, der Xue als Inkarnation des wissenschaftlichen Establishment erscheint, das ihn immer abgelehnt hat, trifft sich mit ihm und schlägt ihm vor, zusammenzuarbeiten. Kauffman zögert zuerst (er kennt natürlich Xues Vergangenheit und macht sich über dessen mögliche Sorglosigkeit auf einem neuen wissenschaftlichen Gebiet wie der Erforschung der Parallelwelten Gedanken), stimmt aber dann einer Zusammenarbeit doch zu. Während der nächsten vier Jahre arbeiten die beiden Männer eng zusammen. Das Zusammenspiel ihrer Fähigkeiten führt zu Resultaten, die sogar die optimistischsten Vorhersagen bei weitem übertreffen (die amerikanische Army sieht keine Experimente mit lebensgroßen Objekten vor dem Jahr 2015 vor). Aber zwischen den beiden Männern bildet sich über die Jahre nur eine streng wissenschaftliche und professionelle Beziehung. Kauffman findet sogar jeden Tag einen neuen Grund, die übertriebene Eile seines Kollegen zu missbilligen, während es für Xue immer schwieriger zu tolerieren ist, dass seine Arbeitgeber ihn als Kauffmans Assistent ansehen, als reinen „Zulieferer“, der nur die Energieprobleme zu lösen braucht.

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