Lektion 5 – Grundlagen der Grammatik (Teil 2)

TotemsSprache der Talaner1 Kommentar

Dies hier ist die zweite Grammatiklektion. Einige Grundlagen der talanischen Grammatik sind schon in Lektion 3 erklärt worden, doch es gibt noch vieles, das unklar ist. Daher findet ihr hier weitere Regeln und Erklärungen! Viel Spaß beim Lernen und eigene Sätze bilden!

Lektion 5.1 – Zeitformen

Im Talanischen gibt es 3 Zeiten: Präteritum, Präsens und Futur.
Das Präsens (Gegenwart) kennt ihr bereits, denn es wurde in allen vorhergehenden Lektionen verwendet und ist somit gleich wie die Nennform (Infinitiv).
Das Präteritum (Vergangenheit) wird durch ein „n“ am Ende des Verbs gekennzeichnet. Falls das Verb auf einen Konsonanten endet, dann steht statt „n“ ein „an“.
Wenn ihr das Futur (Zukunft) verwenden wollt, dann wird an die Nennform bzw. das Präsens einfach ein „d“ angehängt. Falls das Verb auf einen Konsonanten endet, dann kommt ein „ad“ statt „d“.
Beispiele:
Präsens: môrta (machen) / dano (geben) / ha (sein) / ehota (lernen)
Präteritum: môrtan / danon / han / ehotan
Futur: môrtad / danod / had / ehotad

MERKE:
• Es gibt 3 Zeiten: Präteritum, Präsens und Futur!
• Beim Präsens wird die Nennform des Verbs unverändert verwendet!
• Beim Präteritum kommt ein „n“ bzw. „an“ (bei Konsonanten) hinter das Verb!
• Beim Futur kommt ein „d“ bzw. „ad“ (bei Konsonanten) hinter das Verb!

Lektion 5.2 – Passiv

Wollt ihr ausdrücken, dass etwas passiv geschieht, so müsst ihr nur ein „e“ VOR das Verb stellen! Dies geschieht in allen 3 Zeiten gleich und es gibt KEINE Ausnahmen. Falls das Verb bereits mit einem „e“ beginnt, setzt man einfach ein weiteres „e“ davor und schreibt also „ee“.
Beispiele:
Präsens: emôrta (gemacht werden) / edano (gegeben werden) / eehota (gelernt werden)
Imperfekt: emôrtan / edanon / eehotan
Futur: emôrtad / edanod/ eehotad

MERKE:
• Das Passiv wird in allen Zeiten gleich gebildet!
• Die Bildung erfolgt mit einem „e“ vor dem Verb!

Lektion 5.3 – Zahlen über 10

Ihr kennt bereits die Zahlen von 1 bis 10 aus Lektion 3. Die Bildung der Zahlen über 10 erfolgt nach einem einfachen Muster: Die Zahlen werden einfach in der Reihenfolge der Stellen gesagt/geschrieben, die sie haben! Zwischen den Zahlen stehen immer Bindestriche.
Beispiele:
10: ôn-djoom (10 = einsnull)
13: ôn-trôn (13 = eins-drei)
754: jijet-sheen-shât (754 = sieben-fünf-vier)

MERKE:
• Zahlen werden so geschrieben, wie ihre Ziffernreihenfolge ist!
• Zwischen den Zahlen immer Bindestriche!

Lektion 5.4 – Rückbezügliches Fürwort (Reflexivpronomen)

Es gibt im Talanischen nur ein einziges Reflexivpronomen, und zwar „semé“ (=selbst).
Beispiele:
ma knéwat/négta semé – ich kenne/töte mich (selbst)
yo knéwat/négta semé – du kennst/tötest dich (selbst)
xi knéwat/négta semé – er kennt/tötet sich (selbst)
xe knéwat/négta semé – sie kennt/tötet sich (selbst)

MERKE:
• Das einzige Reflexivpronomen ist „semé“!

Lektion 5.5 – Bezügliches Fürwort (Relativpronomen)

Es gibt nur ein Relativpronomen und das ist „ko“ (=was).
Beispiele:
ma, ko magta (ich, der esse)
yo, ko magta (du, der isst)
xi/xe/xa, ko magta (er/sie/es, der/die/das isst)

MERKE:
• Das einzige Relativpronomen ist „ko“!

Lektion 5.6 – Hinweisendes Fürwort (Demonstrativpronomen)

Das einzige Demonstrativpronomen ist gleich wie der Artikel „no“.
Beispiele:
Diesen mag ich – ma metha no
Dieser (da) ist böse. – No ha barr.

MERKE:
• Das einzige Demonstrativpronomen ist „no“!

Lektion 5.7 – Besitzanzeigendes Fürwort (Possesivpronomen)

Einzahl (Singular):
1. Person: Mein/e = mápe
2. Person: Dein/e = yópe
3. Person: Sein/e = xípe ; Ihr/e = xépe ; Sein/e = xápe

Mehrzahl (Plural):
1. Person: Unser/e = amápe
2. Person: Euer/e = ayópe
3. Person: Ihr/e = axápe

MERKE:
• Possesivpronomen antworten auf die Frage „Wessen…?“!
• Die Possesivpronomen erhält man aus den Pesonalpronomen durch Anhängen von „pé“!
• Um aus einer Singularform die entsprechende Pluralform zu erhalten, stellt man an deren Anfang ein „a“!
• Um die Possesivpronomen akustisch von den persönlichen Fürwörtern im Akkusativ (siehe Lektion 5.8) unterscheiden zu können, liegt die Betonung auf dem ersten Vokal!

Lektion 5.8 – Persönliche Fürwörter im Akkusativ

Einzahl (Singular):
1. Person: Mich = mán
2. Person: Dich = yón
3. Person: Ihn = xín ; Sie = xén ; Es = xán

Mehrzahl (Plural):
1. Person: Uns = amán
2. Person: Euch = ayón
3. Person: Sie = axán

MERKE:
• Persönliche Fürwörter im Akkusativ antworten auf die Frage „Wen…?“!
• Die persönlichen Fürwörter im Akkusativ erhält man aus den Grundformen der Fürwörter durch Anhängen von „n“!
• Um aus einer Singularform die entsprechende Pluralform zu erhalten, stellt man an deren Anfang ein „a“!
• Der Akkusativ unterscheidet sich auch beim Sprechen deutlich von allen anderen Formen von Fürwörtern, da er als einziger auf einen Konsonanten endet!

Lektion 5.9 – Steigerungsformen

Es gibt im Talanischen keinen Unterschied zwischen Adjektiv und Adverb, weshalb beide Formen gleich gebildet werden, und zwar im Komparativ mit „t“(wenn das Adjektiv bereits ein „i“ am Ende hat) bzw. „it“ am Ende. Der Superlativ wird mit „g“ (wenn das Adjektiv bereits ein „i“ am Ende hat) bzw. „ig“ am Ende gebildet.
Beispiele:
Positiv: barr (böse) / nani (teuer)
Komparativ: barrit (böser) / nanit (teurer)
Superlativ: barrig (am bösesten) / nanig (am teuersten)

MERKE:
• Kein Unterschied zwischen Adjektiv und Adverb!
• Komparativ mit „t“ bzw. „it“ am Ende!
• Superlativ mit „g“ bzw. „ig“ am Ende!

Lektion 5.10 – Zusammengesetzte Wörter

Wenn ihr zusammengesetzte Wörter schreiben wollt, dann setzt dazwischen einen Bindestrich, um auszudrücken, dass die Wörter zusammengehören.
Beispiele:
Fandazmaquelle = fandazma-delai
Gamorfleisch = gamor-sook

MERKE:
• Zusammengesetzte Wörter immer mit Bindestrich verbinden!

Ein Kommentar auf ““Lektion 5 – Grundlagen der Grammatik (Teil 2)”

  1. Pingback: Einleitung - Sprache der Talaner - Planet Adelpha

Schreibe einen Kommentar